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"Der letzte Akkord: Theresienstadt" ist ein generationenübergreifendes, historisches, internationales Schüler- und Kultur-Pilot-Projekt, das den zeitlichen Bogen von 2008/2009 sieben Jahrzehnte zurück spannt auf die Jahre 1938/1939. Ausgehend von den entscheidenden Ereignissen dieser Zeit wird die zentrale Frage aufgeworfen, welche kulturellen Errungenschaften (Werte, Ideen, künstlerische Werke, Traditionslinien politischer und kultureller Art) durch das nationalsozialistische Regime unwiderruflich zerstört wurden und welche die verbrecherische Ära (wo und wie) überdauert haben. Anliegen und Ziel ist es, an humanistische Strömungen anzuknüpfen und kulturelle Errungenschaften für unsere Zeit wirksam zu machen.Leitidee
"Es liegt eine gewisse Ironie des Schicksals in dem Umstand, dass in der Theresienstädter Zwangsgemeinschaft der letzte Akkord des Zusammenlebens der drei ethnischen Elemente ausgeklungen ist - der tschechischen, deutschen und jüdischen Gemeinschaft -, die sich während mehrerer Jahrhunderte auf böhmischem Boden gegenseitig beeinflussten und bereicherten und die so bedeutend auf die Entwicklung der Kultur des europäischen Denkens gewirkt hat..Das tschechische und deutsche Judentum, allgemein als assimiliert und unfähig betrachtet, sich gegen die Nazis zur Wehr zu setzen, fand gerade in Theresienstadt, dem Nährboden der Heimat entrissen und in der schwierigsten Lage, zu seinen eigentlichen menschlichen und geistigen Werten zurück.«
Livia Rothkirchen, Yad Vashem, Jerusalem
Gestaltung
Schüler-Workshops, Konzerte, Veranstaltungen wie hier im Bild - Lieder des Theresienstädter Kabaretts - ein internationales Forum, eine Reise mit den Zeitzeugen an die Orte ihrer Kindheit, ein Kompositions-Auftragswerk sowie ein Festival sind die wesentlichen Bausteine des Projektes.
Ziel
Das Projekt wird eine Brücke schlagen von Damals zum Heute, zwischen Tschechien, Österreich und Deutschland. Es ist eine Brücke, die insbesondere von jungen Menschen im Geiste humanistischer Traditionen gebaut wird und den Dialog und kulturellen Austausch fördert. Im Besonderen wird es dazu beitragen, dass über Jahrzehnte wirkende geschichtsklitternde Klischees und Vorurteile aufgebrochen werden und der Blick frei wird auf eine Epoche, in der eine große Idee, die demokratische Idee, in Politik, Gesellschaft und Kultur Gestalt annahm und für viele Menschen zum Hoffnungsträger wurde und der Vision Europas Aufschwung verlieh. Insofern ist die Brücke, die hier gebaut wird, eine Brücke in die gemeinsame Zukunft.
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